Die richtigen Mähnengummis für Westernturniere: Worauf es wirklich ankommt

Nahaufnahme beim Einflechten der hellbraunen Mähne eines Westernpferdes.jpg

Wer sein Pferd für ein Westernturnier einflechtet, denkt meist zuerst an die richtige Technik und eine gleichmäßige Zopfform. Ein wichtiger Erfolgsfaktor wird dabei jedoch häufig unterschätzt: die Wahl der passenden Mähnengummis.

Denn Material, Größe und Stärke der Mähnengummis beeinflussen, wie gut die Zöpfe halten, wie gleichmäßig sie aussehen und wie schonend sie sich nach dem Turnier wieder entfernen lassen.

Latex, Naturkautschuk oder Silikon: Welches Material eignet sich besser?

Die meisten Mähnengummis bestehen aus Latex beziehungsweise Naturkautschuk oder aus Silikon. Naturkautschuk wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen und zählt zu den natürlichen Latexmaterialien.

Mähnengummis aus Naturkautschuk sind meist besonders griffig, fest und belastbar. Dadurch lassen sie sich stramm um den Zopf wickeln und bieten auch über einen langen Turniertag hinweg einen zuverlässigen Halt. Je nach Ausführung können sie etwas härter und stärker sein als gewöhnliche Latex-Mähnengummis. Das kann insbesondere bei kräftiger oder glatter Mähne von Vorteil sein.

Allerdings verlieren auch Mähnengummis aus Naturkautschuk mit der Zeit ihre Elastizität. Durch Licht, Wärme und längere Lagerung können sie spröde werden oder schneller reißen. Sie sollten deshalb trocken, kühl und möglichst lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Silikon-Mähnengummis besitzen dagegen eine glattere Oberfläche und sind häufig etwas schonender zu dünnem oder brüchigem Haar. Bei sehr feiner oder glatter Mähne können sie jedoch leichter verrutschen.

Welches Material am besten geeignet ist, hängt daher von der individuellen Mähnenstruktur, der gewünschten Zopfform und dem bevorzugten Halt ab.

Größe und Stärke an die Mähne anpassen

Mähnengummis sind in unterschiedlichen Größen und Stärken erhältlich. Entscheidend ist, dass sie zur Haarmenge des jeweiligen Zopfes passen.

Bei einer feinen oder dünnen Mähne sind kleinere und engere Mähnengummis häufig die bessere Wahl. Sie lassen sich ausreichend oft um den Zopf wickeln und sorgen dadurch für einen sicheren Halt.

Bei einer dicken und vollen Mähne werden dagegen stabilere und gegebenenfalls etwas größere Mähnengummis benötigt. Zu kleine oder zu dünne Mähnengummis stehen unter hoher Spannung, können schneller reißen oder lassen sich nicht sauber befestigen.

Welche Farbe sollten die Mähnengummis haben?

Bei der Farbwahl gehen die persönlichen Vorlieben auseinander. Viele Reiterinnen und Reiter wählen Mähnengummis, die möglichst genau zur Mähnenfarbe passen. Dadurch entsteht ein ruhiges und einheitliches Gesamtbild, bei dem die Mähnengummis kaum auffallen.

Andere entscheiden sich bewusst für Mähnengummis in einer abweichenden Farbe, um die Zopfreihe optisch hervorzuheben oder einen bestimmten Look zu erzielen.

Bei EWU- und AQHA-Turnieren gibt es keine feste Farbvorschrift für Mähnengummis. Daher bleibt viel Raum für persönliche Vorlieben. Entscheidend ist vor allem, welchen Gesamteindruck man mit der eingeflochtenen Mähne erreichen möchte.

Gepuderte oder ungepuderte Mähnengummis?

Ein Unterschied, der beim Kauf häufig übersehen wird, ist die Beschichtung der Mähnengummis. Einige Mähnengummis sind leicht mit Talkum oder Maisstärke gepudert. Die Beschichtung verhindert, dass die einzelnen Mähnengummis in der Verpackung aneinanderkleben, und erleichtert die Entnahme.

Ungepuderte Mähnengummis besitzen diese Beschichtung nicht. Welche Variante angenehmer in der Anwendung ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Auf den Halt der fertigen Zöpfe hat die Puderung meist weniger Einfluss als das Material, die Größe und die Stärke der Mähnengummis.

Den Zustand der Mähnengummis regelmäßig überprüfen

Unabhängig vom Material verlieren Mähnengummis mit der Zeit ihre Elastizität. Alte, ausgeleierte oder bereits rissige Mähnengummis halten schlechter und können während des Einflechtens oder mitten am Turniertag reißen.

Außerdem können spröde Mähnengummis beim Entfernen unnötig an den Haaren ziehen und dadurch Haarbruch begünstigen. Vor einem Westernturnier lohnt es sich deshalb, den Vorrat zu kontrollieren und ältere Mähnengummis gegebenenfalls auszusortieren.

Fazit: Die Mähne entscheidet, welcher Mähnengummi passt

Den einen perfekten Mähnengummi für jedes Pferd gibt es nicht. Während eine feine und glatte Mähne eher kleine und besonders griffige Mähnengummis benötigt, können bei einer kräftigen Mähne größere und stabilere Varianten sinnvoll sein.

Wer verschiedene Materialien, Größen und Stärken ausprobiert, findet schnell heraus, welche Mähnengummis zur individuellen Mähnenstruktur und zur gewünschten Zopfform am besten passen. So bleiben die Zöpfe gleichmäßig und ordentlich und halten im besten Fall zuverlässig über den gesamten Turniertag.




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